STH.made
foto grave

Geschichte und Philosophie
Die Satzung
Disciplinari di produzione


Geschichte und Philosophie

23. November 1972: mit notarieller Urkunde wird das Konsortium zum Schutz der DOC-Weine “Grave del Friuli” gegründet. Das Dokument wird von 16 Gründungsmitgliedern unterschrieben und das Konsortium findet seinen Sitz in den Räumen der Handels-, Industrie-, Handwerks-, und Landwirtschaftkammer in Pordenone, denen der historische Verdienst zukommt, die Gründung unterstützt zu haben.
1974 wird die Arbeit gemeinsam mit dem „Centro Regionale Potenziamento della Viticoltura e dell’Enologia“ (Regionales Zentrum zum Ausbau des Weinbaus und der Weinerzeugung) aufgenommen, das dem Konsortium im Tausch gegen eine Niederlassung für ihre eigenen Techniker in der Provinz Pordenone das nötige technische Personal zur Verfügung stellt.
Seit 2003 befindet sich das Büro des Konsortiums übergangsweise in der Via San Giuliano in Pordenone, bis die endgültige und eindrucksvolle Niederlassung in einem Schloss auf der rechten Flussseite des Tagliamento verfügbar ist. Dies ist die passende Kulisse, die der Geschichte und Kultur angemessen ist, welche der Wein seit jeher für das Gebiet darstellt. Das Konsortium wird sich somit inmitten des DOC-Anbaugebiets der Grave befinden, welches von der Grenze mit der Region Veneto bis an die Stadttore von Cividale del Friuli und Palmanova reicht und sich über die friulanische Tiefebene am Fuß der Bergkette bis zu den Risorgive (wieder hervortrtende Quellen) hinzieht.
Albino Cogo (1972-1980) und Noè Isaia Bertolin (1981-1991) sind die Vorsitzenden, die in den ersten zwanzig Jahren zur Entstehung, zum Wachstum und zur Behauptung des Anbaugebiets der Grave beigetragen haben.
Seit 1992 leitet Piergiovanni Pistoni in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand umsichtig und kompetent das Konsortium. All diese Jahre hervorragender Leitung und Verwaltung haben dazu beigetragen, die Geschichte der Weine und des Anbaugebiets Grave zu schreiben.
Nach den ersten Mitarbeitern, Giuseppe Bortolussi, Aurelio Populin, Dino Mucignat und Carlo Rossetti, hat das Konsortium seit 1982 Angelo Pighin mit der technischen landwirtschaftlichen und önologischen Unterstützung betraut. Barbara Rosso ist verantwortlich für die institutionellen Werbe- und Förderaktionen und Marco Masotti für die integrierte Schädlingsbekämpfung in den zu Udine gehörenden Grave-Gebieten.
Der Weinbau in der Grave reicht bis in die Bronzezeit zurück; bereits zur Zeit des römischen Reiches erstreckten sich die Weingärten, soweit das Auge blicken konnte. Heutzutage stehen die DOC-Weine Friuli Grave für erstklassige Qualität, die auch auf die Besonderheit des Bodentyps zurückzuführen ist: der Name “grave” leitet sich etymologisch vom vorherrschenden kies- und steinhaltigen Boden ab; die Steine speichern die Sonnenwärme während des Tages, geben sie nachts wieder ab und beeinflussen durch die Beibehaltung der Temperatur den Wachstum der Rebstöcke.
Im Grave-Gebiet sind 6.700 Hektar mit Weinstöcken bepflanzt; es werden im Durchschnitt vierhundert Tausend Hektoliter DOC-Wein produziert. Die Zahlen beweisen, dass über 54% der Fläche und DOC-Erzeugung in der Region Friaul-Julisch Venetien alleine von der Grave übernommen wird. Ein großes Gebiet, geprägt von ständiger Entwicklung, Veränderung und Erneuerung, im Weinberg wie in der Kellerei, aber dennoch immer aufmerksam der lokalen Tradition und Kultur gegenüber und auf den Schutz der Umwelt und die Verwaltung der Ressourcen bedacht.
Das Konsortium vertritt über 900 Mitgliedsbetriebe und kümmert sich um die Förderung des geschützten Anbaugebiets und Weines, indem es selbst die Kommunikation mit den Institutionen übernimmt, um so die moderne, gut entwickelte und qualitativ hochwertige Weinerzeugung der Grave aufzuwerten. Die Mitglieder haben die Aufgabe, neue Anlagen mit modernsten Techniken entstehen zu lassen sowie die für dieses Gebiet am besten geeigneten Weinstöcke ausfindig zu machen. Im Sinne der Produktionsspezifikationen für DOC-Weine haben sie hauptsächlich auf Qualität gesetzt, indem sie ihre Erzeugung aufwerteten und damit dazu beigetragen haben, ein neues Image der Grave zu verbreiten.
Die Qualität eines Weines hängt vor allem von der Zusammensetzung des Bodens, der Position, dem Klima und dem Weingarten (terroir) ab. All diese Vorraussetzungen sind in der Grave vorhanden, in der Anbaugebiet, Sonne und Rebstock perfekt miteinander harmonisieren.
 
«